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Donnerstag, 20. Juni 2024

Bundespolizeidirektion München: Alles umsonst? Schadenssumme 3.765,71EUR – 27-Jähriger dürfte da etwas missverstanden haben

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München (ots) –

Am Montag (15. August) wurde der Bundespolizei ein 27-jähriger Ladendieb gemeldet, der am Hauptbahnhof versuchte Lebensmittel zu entwenden. Seine Begründung: In Deutschland ist alles umsonst. Doch das blieb nicht der einzige Kontakt an diesem Tag.

Gegen 09:25 Uhr am Feiertag Maria Himmelfahrt versuchte ein 27-jähriger Somalier in einem Einkaufsgeschäft im Zwischengeschoss des Münchner Hauptbahnhof Lebensmittel (Mineralwasser, Limonade, Wraps, Fleischbrötchen, Energydrink , Spinattaschen – Gesamtwert: 28,38 EUR) zu entwenden. Einem Mitarbeiter fiel dies und das Nichtbezahlen eines noch vor Ort getrunkenen Kaffees auf. Als er den Ostafrikaner, dessen Ersteinreise ins Bundesgebiet im Juli 2013 erfolgte, aufhielt, antwortete dieser, dass er das immer so macht und für ihn alles kostenlos sei. Der Mitarbeiter verständigte die Bundespolizei, was für den Dieb umsonst war.
Nicht einmal eine Stunde nach der Entlassung aus dem Polizeigewahrsam, als alle polizeilichen Maßnahmen abgearbeitet waren, entwendet er in einem anderen Einkaufsladen im Zwischengeschoss weitere Lebensmittel. Diesmal Sushi, Bio Garnelen, Wraps und Limonade – Gesamtwert hier: 26,43 EUR.
Bei einer erneuten Anzeigenabarbeitung fielen den Beamten 31 Fahrpreisnacherhebungen in die Hände, die der Somalier im Gepäck mit sich geführt hatte. 23 davon (seit dem 31. Juli 2022) ausgestellt durch die Deutsche Bahn und 8 weitere durch andere Eisenbahnverkehrsunternehmen. Es handelte sich um Fahrten durch ganz Deutschland. Weitere Ermittlungen ergaben zudem sechs weitere Fahrten ab dem 16. Mai. Schadenssumme aller Fahrten: 3.710,90 EUR. Bezahlt wurde bislang nichts.
Auf jeder der Fahrpreisnacherhebungen war zudem eine Adresse in Kassel eingetragen, an der der 27-Jährige längst nicht mehr wohnte, womit er den Tatbestand des Betruges verwirklichte. Die aktuellste Fahrpreisnacherhebung war vom Tattag 15. August 2022. Da war er von Hamburg in die bayerische Landeshauptstadt gefahren, ohne die, für die Zugfahrt erforderlichen 145 EUR zu entrichten.
Erneut äußerte er, diesmal gegenüber den Beamten, dass er die Nummer 1 sei und das für ihn in Deutschland alles kostenlos sei – auch Zugfahrten. Weitere Angaben zur Sache wollte er nicht machen.
Der bereits mehrfach polizeilich auffällig gewordene Somalier erweckte, u.a. durch dauerhaftes Lachen, den Eindruck, dass er die Maßnahmen der Bundespolizei nicht ernst nimmt. Alkohol- oder drogentypische Ausfallerscheinungen wies er nicht auf. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I wurde eine „für ihn, wie alle anderen kostenfreie“ Haftrichtervorführung für den heutigen Tag angeordnet. Die Fahrt zur Haftanstalt war für ihn ebenso kostenfrei, wie Kost und Logis in der Haftanstalt.

Rückfragen bitte an:

Wolfgang Hauner
Bundespolizeiinspektion München
Denisstraße 1 – 80335 München
Telefon: 089 515 550 1102
E-Mail: bpoli.muenchen.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion München ist zuständig für die
polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der
Anlagen der Deutschen Bahn und im größten deutschen S-Bahnnetz mit
über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Zum
räumlichen Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München
gehören drei der vier größten bayerischen Bahnhöfe. Er umfasst neben
der Landeshauptstadt und dem Landkreis München die benachbarten
Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding,
Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg.

Sie finden unsere Wache im Münchner Hauptbahnhof unmittelbar neben
Gleis 26. Das Revier befindet sich im Ostbahnhof in München und der
Dienstsitz für die nichtoperativen Bereiche mit dem Ermittlungsdienst
befindet sich in der Denisstraße 1, rund 700m fußläufig vom
Hauptbahnhof entfernt. Zudem gibt es Diensträume in Pasing und
Freising.

Telefonisch sind wir rund um die Uhr unter 089 / 515550 – 1111 zu
erreichen. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.bundespolizei.de oder oben genannter Kontaktadresse.

Original-Content von: Bundespolizeidirektion München, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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