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Montag, 15. August 2022

Bundespolizeidirektion München: Trotz Mitleids für illegale Beförderung Geld verlangt / Mehr Migranten als Sitzplätze – Bundespolizei verhaftet mutmaßlichen Schleuser bei Mittenwald

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Mittenwald / Garmisch-Partenkirchen (ots) –

Die Bundespolizei hat am späten Montagabend (4. Juni) auf der B2 bei Mittenwald einen mutmaßlichen Schleuser verhaftet. Der Türke beförderte sechs Landsleute in seinem Pkw. In dem Auto hätten neben dem Fahrzeugführer lediglich noch vier weitere Personen sitzen dürfen.

Die Bundespolizisten stoppten den überbesetzten Wagen mit österreichischen Kennzeichen im Rahmen der Grenzkontrollen. Der Fahrer konnte sich mit seinem türkischen Pass und einer österreichischen Aufenthaltserlaubnis ausweisen. Außerdem händigte er den Beamten seine Lizenz zur Personenbeförderung aus. Diese war allerdings ausschließlich auf das österreichische Bundesland Tirol begrenzt. Bei der Kontrolle der sechs Mitfahrer stellte sich heraus, dass keiner von ihnen über die erforderlichen Einreise- oder Aufenthaltspapiere für Deutschland verfügte. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich um Kurden im Alter von 18 bis 31 Jahren. Sie erklärten, dass sie vor einigen Wochen aus der Türkei geflohen wären.

Der 38-Jährige am Steuer des Fahrzeugs wurde wegen Schleusungsverdachts festgenommen und zum Bundespolizeirevier in Garmisch-Partenkirchen gebracht. Er beteuerte, dass er die sechsköpfige Migrantengruppe aus purem Mitleid von Innsbruck aus nach Garmisch-Partenkirchen fahren wollte. Dass er sich die Fahrt letztlich bezahlen lassen wollte, stand dabei für ihn offenbar in keinem Widerspruch zu seinem dargelegten Entgegenkommen. Der mutmaßliche Schleuser hatte als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren einen Betrag in Höhe von 500 Euro zu hinterlegen. Anschließend durfte der in Tirol gemeldete Türke seine Rückreise nach Österreich antreten. Seine Mitfahrer wurden am Dienstag nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen einer Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge zugeleitet.

Rückfragen bitte an:

Dr. Rainer Scharf
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Der bahn- und grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich der
Bundespolizeiinspektion Rosenheim, der das Bundespolizeirevier
Garmisch-Partenkirchen zugeordnet ist, erstreckt sich auf die
Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen
sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Die rund 450
Inspektionsangehörigen gehen zwischen Chiemsee und Zugspitze
besonders gegen die grenzüberschreitende Kriminalität vor. In einem
etwa 200 Kilometer langen Abschnitt des deutsch-österreichischen
Grenzgebiets wirken sie vor allem dem Einschleusen von Ausländern
sowie der ungeregelten, illegalen Migration entgegen. Ferner sorgt
die Rosenheimer Bundespolizeiinspektion auf rund 370 Bahnkilometern
und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten für die Sicherheit von
Bahnreisenden und Bahnanlagen. Weitere Informationen erhalten Sie
über oben genannte Kontaktadresse oder unter www.bundespolizei.de
sowie unter www.twitter.com/bpol_by.

Original-Content von: Bundespolizeidirektion München, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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