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Mittwoch, 28. Februar 2024

Ikone der Moderne von Alexej von Jawlensky in Juni-Auktion bei Ketterer Kunst / Dieses Meisterwerk kommt im Evening Sale am 9. Juni in München mit einem Schätzpreis von EUR 3,5 – 4,5 Mio. zum Aufruf

Top Neuigkeiten

München (ots) –

– Das beeindruckende Werk „Mädchen mit Zopf“ kommt im Evening Sale am 9. Juni mit einem Schätzpreis von EUR 3,5 – 4,5 Mio. zum Aufruf.
– Schlüsselwerk des Expressionismus: „Mädchen mit Zopf“ steht am Beginn von Jawlenskys expressionistischer Schaffensphase.
– Wegweisend für sein Schaffen: Der menschliche Bildnis-Kopf ist Jawlenskys wichtigstes Thema; mit ihm entwickelt er vor dem Ersten Weltkrieg seinen neuartigen, expressiven Stil.
– Unvergleichlich in Farbigkeit und Komposition: Ein faszinierender Solitär in Jawlenskys Oeuvre.
– Meisterwerk von musealer Qualität: Vergleichbare Qualität ist extrem selten auf dem internationalen Auktionsmarkt.
– Herausragende Provenienz: Aus der Sammlung des Jawlensky-Kenners und ersten Werkverzeichnisautors Clemens Weiler, Wiesbaden.

Am 9. Juni 2023 kommt ein expressionistisches Meisterwerk von Alexej von Jawlensky auf den Kunstauktionsmarkt: Mit „Mädchen mit Zopf“ von 1910 schafft er ein singuläres Schlüsselwerk. Mit der geheimnisvoll wirkenden Stilisierung des weiblichen Kopfes und dem vielfarbig angelegten und sich von jeglichem Naturvorbild emanzipierenden Gesicht schafft Jawlensky hier ein großartiges Bildnis, das den Weg eröffnet zu jenen „starken und gewaltigen Köpfen“ (Clemens Weiler), die er im Jahr 1912 malt. Bis heute gehören diese Werke Jawlenskys zu seinen wichtigsten und gefragtesten Arbeiten. „Mädchen mit Zopf“ ist in der entscheidenden Werkphase Jawlenskys entstanden, als dieser gemeinsam mit seiner Lebenspartnerin Marianne von Werefkin sowie dem Künstlerpaar Gabriele Münter und Wassily Kandinsky in Murnau den deutschen Expressionismus erfand,“ erklärt der Jawlensky-Kenner Dr. Roman Zieglgänsberger, Kustos für Klassische Moderne am Kunstmuseum Wiesbaden.

„Das temperamentvoll ausgeführte Gemälde ist eine Ikone der Moderne,“ freut sich Nicola Gräfin Keglevich, Senior Director bei Ketterer Kunst. „Der Aufbruch in die Moderne begann im Dezember 1909 mit der ersten Ausstellung der „Neuen Künstlervereinigung München“ in der Galerie Thannhauser mit Werken von Jawlensky, Werefkin, Kandinsky und Münter. Die abweichende Farbgewaltigkeit und die Loslösung von der Natur wurde als wildgewordene Malerei heftig kritisiert. Heute gilt dieser von allen Konventionen losgelöste, progressive künstlerische Weg als eines der bedeutendsten Kapitel der Kunstgeschichte des 20. Jahrhundert.“

Dieses Meisterwerk aus einer Schweizer Privatsammlung kommt im Evening Sale am 9. Juni in München mit einem Schätzpreis von EUR 3,5 – 4,5 Mio. zum Aufruf.

„Die malerische Qualität des „Mädchens mit Zopf“ ist schlicht atemberaubend,“ sagt Dr. Roman Zieglgängsberger, der bereits zahlreiche Bücher und Aufsätze über Jawlensky und Werefkin publiziert hat. „Es verwundert deshalb nicht, dass das Werk sich ehemals in der Sammlung Clemens Weiler befunden hat. Weiler war der erste Jawlensky Biograf und Experte nach dem Zweiten Weltkrieg. Derartige Arbeiten waren es schließlich, die die Kunst am Beginn des 20. Jahrhunderts und im Vorfeld des Blauen Reiters subjektiv und emotional werden ließen.“

„Mädchen mit Zopf“ – Ein rauschhaft entfesseltes, expressionistisches Meisterwerk.

Die koloristische wie kompositionelle Meisterschaft und Spontanität in Kombination mit der spannungsvollen Perspektive und dem zoomartig fokussierten Bildausschnitt zeichnet „Mädchen mit Zopf“ in besonderer Weise aus. Die Haut wird in leuchtendem grün wiedergegeben, mit starken blauen, dunkelgrünen, türkisen sowie rosa-orangenen Akzenten. In bewegten Hieben ist die Farbe auf den ungrundierten, teils mutig stehen gelassenen Malgrund gesetzt. Neben dem Gesicht mit den großen, mandelförmigen Augen hat Jawlensky auch die länglichen Flächen der aufgestützten Unterarme bis in die Hände hinein souverän für sein von den farblichen Vorgaben der Natur gänzlich befreites Farbspiel genutzt. Umrahmt wird dieses expressive Spektakel vom tiefen Schwarz der Haare und dem vibrierenden Dunkelbau des Kleides vor dem mit ebenso bewegtem Strich auf den Malgrund gesetzten Fond in einem satten, tief lodernden Purpur.

Die kunsthistorische Bedeutung von „Mädchen mit Zopf“ im Oeuvre von Jawlensky spiegelt sich auch in seiner umfangreichen Ausstellungshistorie wieder. So wurde es auf der legendären Jawlensky-Ausstellung anlässlich des 100. Geburtstags des Künstlers im Museum Wiesbaden und im Münchener Lenbachhaus ausgestellt.

„Wir freuen uns sehr über das Vertrauen eines internationalen Sammlers in unser Haus.“ so Robert Ketterer, Auktionator und Inhaber von Ketterer Kunst. „Diese Einlieferung belegt die Anerkennung von Ketterer Kunstals internationaler Marktplatz für museale Werke des deutschen Expressionismus. Durch unser Netzwerk und unsere Marketingstrategie sind wir in der Lage, die Sammlerinnen und Sammler weltweit umfänglich anzusprechen.“ Ketterer Kunst ist das einzige Auktionshaus, das einen gedruckten englischsprachigen Evening-Sale-Katalog weltweit versendet.

Erstmals präsentiert wird das Werk jetzt bei der Vorbesichtigung, die am kommenden Samstag in Köln beginnt. Danach ist es vor der Auktion noch in Frankfurt, Hamburg, Berlin und München zu sehen.

Weitere Glanzlichter der Auktion Evening Sale 9. Juni 2023

Neben Alexej von Jawlensky bietet die Auktion weitere spannende Arbeiten, der MODERN ART wie z.B. Max Pechsteins „Die Ruhende“ von 1911 (Schätzpreis EUR 1,2 – 1,8 Mio.), Otto Muellers „Mädchen auf dem Kanapee“ von 1914 (Schätzpreis EUR 650.000 – 850.000), Franz Marcs „Grünes Pferd“ von 1912 (Schätzpreis EUR 600.000 – 800.000) sowie hochkarätige Werke von Max Liebermann, Egon Schiele, Gustav Klimt, Otto Dix, Emil Nolde, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff.

Im Bereich der CONTEMPORARY ART bestechen u.a. Gerhard Richters „Teyde-Landschaft“ von 1971 (Schätzpreis EUR 800.000 – 1.200.000), Martin Kippenbergers „Gruga-Bad 1982“ (Schätzpreis: EUR 300.000 – 500.000), Ernst Wilhelm Nays „Motion“ von 1962 (Schätzpreis: 400.000 – 600.000), „BLOB#3“ des New Yorker Künstlers Steven Parrino von 1994 (Schätzpreis EUR 100.000 – 150.000) sowie erstklassige Arbeiten u.a. von Konrad Klapheck, George Condo, Stanley Whitney, Sean Scully, Louis Soutter, Karin Kneffel, Katharina Grosse und Cindy Sherman.

Kommende Termine:

Auktionen Online Only

Noch bis 15. Mai 2023 „Single Owner Sale: Informelle Kunst“

15. Mai – 10. Juni 2023 „Die Empathie des Sammelns“ – Eine kuratierte Auswahl aus Werken der Slg. Hermann Gerlinger sowie 100 Werke der Modern und Contemporary Art.

zur aktuellen Auktion: onlineonly.kettererkunst.de

Auktionen in München

09. Juni Contemporary Art / Evening Sale

10. Juni Modern Art / Slg. Hermann Gerlinger – Holzschnitte/19th Century Art

VORBESICHTIGUNG

Köln 13. Mai exklusive Eröffnung, 14. – 17. Mai 2023

Frankfurt 20. – 21. Mai 2023

Hamburg 23. – 24. Mai

Berlin 22. – 25. Mai

Berlin-Motive im Großformat 27. Mai – 1. Juni 2023

München 4. – 9. Juni 2023

KETTERER KUNST

Ketterer Kunst (www.kettererkunst.de und www.onlineonly.kettererkunst.de (https://onlineonly.kettererkunst.de/index.php)) mit Sitz in München und Dependancen in Hamburg, Köln und Berlin sowie einem weltweiten Netz an Repräsentanten wurde 1954 gegründet. Der Fokus des Auktionshauses liegt auf Kunst des 19. bis 21. Jahrhunderts sowie Wertvollen Büchern. In seinem Marktsegment ist das Auktionshaus die Nummer 1 im deutschsprachigen Raum. Ketterer Kunst ist Spezialist für deutsche Kunst, aber auch für zahlreiche internationale Künstler, die in Europa sowie USA und Asien stark nachgefragt werden und bei Ketterer Kunst Rekordpreise erzielen. Laut Jahresbilanz 2022 der artprice database belegt Ketterer Kunst weltweit Platz 7 der umsatzstärksten Kunstauktionshäuser.

Pressekontakt:
Bildmaterial- und Presseanfragen
Sandra Pongratz
Tel.: +49-(0)89-552 441 67
E-Mail: presse@kettererkunst.de
Original-Content von: Ketterer Kunst GmbH & Co. KG, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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