3.1 C
München
Samstag, 13. Juli 2024

Bundespolizeidirektion München: 14 Asylanträge und 29 Aliaspersonalien/ Bundespolizei bringt Migranten in Abschiebehafteinrichtung

Top Neuigkeiten

Lindau (ots) –

Am Montagabend (21. August) haben Bundespolizisten einen tunesischen Staatsangehörigen in Zurückschiebungshaft eingeliefert. Der Mann war am Vorabend ohne ausreichende Ausweisdokumente aufgegriffen worden. Im Laufe der Sachbearbeitung ergab sich der Verdacht, dass der Polizeibekannte bereits weitere Straftaten begangen hat.

Beamte der Lindauer Grenzpolizei kontrollierte am Sonntagabend am Bahnhof Lindau Reutin zwei Personen, die eigenen Angaben zufolge kurz zuvor aus Österreich eingereist waren. Der tunesische Staatsangehörige konnte nur eine liechtensteinische Asylbescheinigung vorweisen, die nicht für die Einreise nach Deutschland berechtigt. Seine angebliche Ehefrau ist deutsche Staatsbürgerin und konnte sich entsprechend ausweisen. Aufgrund des Verdachtes der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthaltes übernahm die zuständige Bundespolizei die Bearbeitung.

Die Bundespolizisten fanden hierbei heraus, dass der Tunesier unter 29 abweichenden Personalien und unter anderem wegen Betruges und Körperverletzung in Deutschland polizeibekannt ist. Außerdem stellten die Beamten fest, dass gegen den Mann eine aktuelle Fahndungsnotierung vorlag. Die Staatsanwaltschaft Hannover war wegen mittelbarer Falschbeurkundung auf der Suche nach dem 29-Jährigen.
Wie die Polizisten außerdem recherchierten, hatte der Migrant seit 2013 siebenmal in Deutschland und in sieben weiteren europäischen Ländern Asylanträge gestellt. Im Jahr 2019 war der Tunesier bereits aus Deutschland in sein Heimatland abgeschoben worden.

Der Migrant führte ein hochpreisiges E-Bike bei sich, welches die Bundespolizisten sicherstellten. Unter anderem aufgrund der Schilderungen seiner angeblichen Ehefrau erhärtete sich der Verdacht, dass das Fahrrad mit einem Diebstahl oder womöglich sogar mit Hehlerei im Zusammenhang stehen könnte. Weiterhin ergab sich der Verdacht, dass der Tunesier gegen die 37-jährige Frau handgreiflich und sexuell übergriffig geworden war. Die Ermittlungen hinsichtlich dieser Delikte wird nun die bayerische Polizei übernehmen.

Nach der Richtervorführung wurde der Tunesier, der Anzeigen wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthaltes erhielt, am Montagabend in die Abschiebehafteinrichtung Hof eingeliefert.

Rückfragen bitte an:

Sabine Dittmann
Bundespolizeiinspektion Kempten
Kaufbeurer Straße 80 | 87437 Kempten
Pressestelle
Telefon: 0831 / 540 798-1010
E-Mail: [email protected]

Die Bundespolizeiinspektion Kempten schützt mit ihren Revieren
Weilheim und Lindau auf 220 Grenzkilometern zwischen Bodensee und
Ammergebirge die Schengen-Binnengrenze zu Österreich, um
grenzüberschreitende Kriminalität und irreguläre Migration zu
verhindern.

Zudem sorgen die Bundespolizisten auf 560 Streckenkilometern und 91
Bahnhöfen für die Sicherheit des Bahnverkehrs und der Reisenden.

Der Zuständigkeitsbereich erstreckt sich auf die Landkreise Landsberg
am Lech, Lindau, Ober-, Ost-, Unterallgäu und Weilheim-Schongau,
sowie die kreisfreien Städte Kaufbeuren, Kempten und Memmingen.

Weitere Informationen zur Bundespolizei erhalten Sie unter
www.bundespolizei.de oder oben genannter Kontaktadresse.

Original-Content von: Bundespolizeidirektion München, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

- Advertisement -spot_img
- Advertisement -spot_img

Neueste Artikel