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Donnerstag, 20. Juni 2024

Bundespolizeidirektion München: 26-Jähriger flippt im Zug aus: Verletzter Triebfahrzeugführer und Fahrgäste mit Urin bespritzt

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Deuerling (ots) –

Deuerling – Am Montagabend (9. Oktober) hatte ein 26-jähriger Deutscher in einem Zug Fahrgäste bedroht und dann vor allen Reisenden in eine Flasche uriniert. Als ihn der Triebfahrzeugführer zur Rede stellte, attackierte und verletzte er diesen. Dabei wurden Triebfahrzeugführer und Fahrgäste mit dem Urin aus der Flasche bespritzt. Das Bundespolizeirevier Regensburg bittet weitere Geschädigte, sich zu melden.

Die Polizeiinspektion Nittendorf meldete gegen 19:15 Uhr dem bahnpolizeilich zuständigen Bundespolizeirevier ein Körperverletzungsdelikt am Bahnhof Deuerling.

Ersten Erkenntnissen zufolge hatte gegen 18:45 Uhr ein 26-jähriger Deutscher und eine 23-jährige Deutsche zwei Schwestern im Alter von 24 und 29 Jahren in einem Zug von Regensburg nach Neumarkt in der Oberpfalz bedroht.

Weil eine Toilettenanlage im Zug gesperrt war, versuchte der 26-Jährige vor die Tür des Triebfahrzeugführers zu urinieren und hämmerte gegen die Tür. Anschließend urinierte er vor allen Fahrgästen in eine Flasche und stellte diese vor der Tür des Triebfahrzeugführers ab.

Am nächsten Haltepunkt Deuerling nahm der 50jährige Triebfahrzeugführer die Flasche und stellte den Störenfried zur Rede. Daraufhin attackierte der 26-Jährige den Bahnmitarbeiter mit mehreren Faustschlägen ins Gesicht. Bei dem Angriff wurden sowohl der Triebfahrzeugführer als auch andere Fahrgäste mit Urin bespritzt. Zudem zerriss das Arbeitshemd des Triebfahrzeugführers.

In dem Handgemenge traf den 26-Jährigen die mit seinem eigenen Urin gefüllte Flasche im Gesicht. Er erlitt dadurch mehrere Schnittwunden. Eine der zuvor bedrohten Schwestern wählte daraufhin den Notruf. Eine Streife der Polizeiinspektion Nittendorf eilte zum Bahnhof Deuerling und nahm den Sachverhalt auf. Der 26-Jährige musste zur ärztlichen Versorgung in ein Regensburger Klinikum eingeliefert werden. Der Triebfahrzeugführer hatte von den Faustschlägen mehrere Blessuren im Gesicht davongetragen.

Das zuständige Bundespolizeirevier Regensburg übernahm die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Bedrohung, exhibitionistischer Handlungen, Erregung öffentlichen Ärgernisses, Belästigung der Allgemeinheit und Vornahme einer Betriebsstörung.

In der Nacht erschien ein weiterer Fahrgast am Bundespolizeirevier Regensburg und erstattete Anzeige. Er hatte den Urin aus der Flasche in die Augen abbekommen.

Die Ermittler bitten weitere Geschädigte, deren Personalien noch nicht von der Polizei erfasst worden sind, dringend, sich bei der Bundespolizeiinspektion Waldmünchen über die Telefonnummer 09972 9408-0 oder per E-Mail bpoli.waldmuenchen@polizei.bund.de zu melden. Vor dem Hintergrund möglicher gesundheitlicher Gefahren, betrifft dies vor allem diejenigen Fahrgäste, die Kontakt mit dem Urin des 26-Jährigen hatten.

Rückfragen bitte an:

Sylvia Hieninger
Bundespolizeiinspektion Waldmünchen
An der Walk 3 | 93449 Waldmünchen
Polizeihauptkommissarin
Telefon: 09972 9408-106
E-Mail: bpoli.waldmuenchen.controlling@polizei.bund.de

Die Beamten der Bundespolizeiinspektion Waldmünchen verrichten ihren
Dienst am Inspektionssitz in Waldmünchen sowie in den nachgeordneten
Bundespolizeirevieren Furth i. W. und Regensburg (Bahnhof).
Der Zuständigkeitsbereich der Dienststelle umfasst die Landkreise
Cham, Schwandorf, Amberg-Sulzbach, Regensburg, Neumarkt und Kelheim
sowie die kreisfreien Städte Regensburg und Amberg. Zu den
Kernaufgaben der Inspektion gehören die Binnengrenzfahndung und die
Gewährleistung der Sicherheit von Bahnreisenden. Die Waldmünchener
Bundespolizisten bekämpfen grenzüberschreitende Kriminalität in enger
Zusammenarbeit mit der bayerischen und tschechischen Polizei sowie
dem Zoll. Im bahnpolizeilichen Aufgabenbereich ist die
Bundespolizeiinspektion Waldmünchen zuständig für Gefahrenabwehr und
Strafverfolgung auf den Bahnlinien und Bahnhöfen der südlichen
Oberpfalz.

Original-Content von: Bundespolizeidirektion München, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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