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Dienstag, 21. Mai 2024

Bundespolizeidirektion München: Alkoholisierter S-Bahn-Surfer / Bundespolizei warnt vor lebensgefährlichem Unsinn!

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München (ots) –

Am Mittwochabend (24. April) fuhr ein alkoholisierter 19-Jähriger auf einer S-Bahn-Kupplung im Tunnel der Stammstrecke vom Marienplatz zum Hauptbahnhof. Es kam zu erheblichen betrieblichen Auswirkungen im S-Bahnverkehr.

Gegen 20:50 Uhr bestieg ein zunächst Unbekannter am Gleis 2 des S-Bahnhaltepunktes Marienplatz die Kupplung des letzten S-Bahnwagens. Als sich die Richtung Herrsching verkehrende S8 in Bewegung setzte, verblieb er dort und fuhr, sich am Scheibenwischer des hinteren Triebfahrzeuges festhaltend, mit zum Karlstor (Stachus). Dort verblieb er außen auf der S-Bahn und fuhr auf ihr weiter zum Hauptbahnhof. Nach rund 1.200 Metern endete die lebensgefährliche Fahrt, da er von DB-Mitarbeitern erkannt wurde. Als ihn diese Stellen wollten, flüchtete er ins Sperrengeschoss des Hauptbahnhofes und entkam, zunächst unerkannt.

Dank eines Handyfotos eines Reisenden, der den „S-Bahnsurfer“ am Marienplatz aufnahm und dieses der Bundespolizei zur Verfügung stellte, konnte der Jugendliche, insbesondere wegen seiner auffälligen Kleidung (roter Kapuzen-Jogginganzug), kurz nach 23 Uhr im Sperrengeschoss des Hauptbahnhofes bei den Fahrausweisautomaten – nahe der Toilettenanlage – festgestellt werden. Mitarbeiter der Deutsche Bahn Sicherheit hatten sich eines alkoholisierten Mannes angenommen, der Reisende belästigte. Hinzukommende Bundespolizisten erkannten den Rotgekleideten sofort als den Mann des Handy-Fotos. Verschmutzungen am Jogginganzug zeigten zudem, dass er mit der S-Bahn Kontakt hatte.

Der mit 2,28 Promille atemalkoholisierte 19-jährige Deutsche aus Neukirchen, Landkreis Amberg-Sulzbach, äußerte sich zum Sachverhalt nicht. Gegen ihn ermittelt die Bundespolizei wegen einer Ordnungswidrigkeit nach der Eisenbahn Bau- und Betriebsordnung.
Der 19-Jährige wurde nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen kurz nach Mitternacht aus der Wache entlassen. Aufgrund des Vorfalles kam es zu erheblichen Auswirkungen mit Verspätungen, Umleitungen und Ausfällen im Betriebsablauf der S-Bahn. Da der Jugendliche bereits mit übermäßigem Alkoholkonsum im Hauptbahnhof aufgefallen war und von der Deutschen Bahn im März ein Hausverbot für den Hauptbahnhof erhalten hatte, wird er nun auch eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs erhalten. Zudem kann die Deutsche Bahn gegen ihn auch privatrechtliche Forderungen wegen der Betriebsbehinderungen stellen. Dies könnte z.B. auch ein vollstreckbarer Titel sein, der 30 Jahre lang vollstreckbar wäre.

In diesem Jahr ist es bereits zu mehreren ähnlichen Vorfällen auf freier Strecke, überwiegend im westlichen Teil der S6 und S8 gekommen.
Die Bundespolizei warnt vor dem lebensgefährlichen Unsinn des S-Bahn- oder Zugsurfens!
Wer Personen auf oder an S-Bahnen bzw. Zügen erkennt, wird gebeten schnellstmöglich die (Bundes)Polizei zu informieren.

Das anhängende Symbolbild kann zu redaktionellen Zwecken mit dem Zusatz „Bundespolizei“ im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden.

Rückfragen bitte an:

Wolfgang Hauner
Bundespolizeiinspektion München
Denisstraße 1 – 80335 München
Telefon: 089 515 550 1102
E-Mail: bpoli.muenchen.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion München ist zuständig für die
polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der
Anlagen der Deutschen Bahn und im größten deutschen S-Bahnnetz mit
über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Zum
räumlichen Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München
gehören drei der vier größten bayerischen Bahnhöfe. Er umfasst neben
der Landeshauptstadt und dem Landkreis München die benachbarten
Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding,
Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg.

Sie finden unsere Wache im Münchner Hauptbahnhof unmittelbar neben
Gleis 26. Das Revier befindet sich im Ostbahnhof in München und der
Dienstsitz für die nichtoperativen Bereiche mit dem Ermittlungsdienst
befindet sich in der Denisstraße 1, rund 700m fußläufig vom
Hauptbahnhof entfernt. Zudem gibt es Diensträume in Pasing und
Freising.

Telefonisch sind wir rund um die Uhr unter 089 / 515550 – 1111 zu
erreichen. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.bundespolizei.de oder oben genannter Kontaktadresse.

Original-Content von: Bundespolizeidirektion München, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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