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Samstag, 18. Mai 2024

Die zweite Lebenshälfte braucht eine andere Vorsorge

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München (ots) –

– Veränderungen im Alter erfordern gezielte Vorbereitung

– Gesundheitsrisiken wie zum Beispiel Gürtelrose wirkungsvoll begegnen

In Deutschland geht der Trend schon lange hin zu einer älter werdenden Bevölkerung – ein Wandel, der eine Vielzahl an Herausforderungen und Chancen mit sich bringt. Dies betrifft auch das Thema Gesundheit: 2019 gab das Statistische Bundesamt bekannt, dass 42 Prozent der 65-Jährigen und Älteren in Deutschland den eigenen Gesundheitszustand subjektiv als gut oder sehr gut einschätzten. Ein Anstieg um 4 Prozentpunkte gegenüber 2009 (38 Prozent). Auch bei den Hochbetagten (85 Jahre und älter) fühlte sich immerhin noch jede fünfte Person (20 Prozent) gesundheitlich gut oder sehr gut.[i] Diese Entwicklung ist vor allem auf Fortschritte in der medizinischen Versorgung, Hygiene, Ernährung und Wohnsituation, verbesserte Arbeitsbedingungen und gestiegenen Wohlstand zurückzuführen.[ii]

Auch das Immunsystem altert

Jeder Mensch kann selbst viel für seine Gesundheit tun, doch eine Tatsache bleibt bestehen: Mit dem Alter steigt das Risiko für bestimmte Erkrankungen. Grund ist ein mit zunehmendem Lebensalter schwächer werdendes Immunsystem, der Fachbegriff hierfür lautet „Immunoseneszenz“.[iii] Kurz gesagt: Das Immunsystem altert genau wie andere Körperfunktionen auch und verliert an Kompetenz, was ein grundsätzlich erhöhtes Infektionsrisiko zur Folge hat. In Ergänzung zu einem möglichst gesunden Lebensstil sind daher vorbeugende Maßnahmen ratsam. Hierzu gehören unter dem Stichwort primäre Vorbeugung vor allem die Schutzimpfungen. Diese können ein alterndes Immunsystem trainieren und so gegenüber bestimmten Infektionskrankheiten stärken. Für die Altersgruppe der über 60-Jährigen empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) standardmäßig vor allem Impfungen gegen saisonale Grippe, Pneumokokken, das neuartige Coronavirus, Hirnhautentzündung ausgelöst durch Zeckenbisse, Diphterie, Wundstarrkrampf und Gürtelrose.

Was die Gürtelrose so heimtückisch macht

Zu den Erkrankungen, mit denen sich Menschen ab 60 Jahren in verstärktem Maße konfrontiert sehen, zählt unter anderem die Gürtelrose, medizinisch Herpes Zoster genannt. Auch die Gefahr von Komplikationen durch diese Infektionskrankheit sowie deren Dauer nehmen mit dem Alter zu. Die krankheitsauslösenden Varizella-Zoster-Viren ziehen sich nach einer Windpocken-Infektion, die die meisten Menschen im Kindesalter durchmachen, in die Nervenenden im Rückenmark zurück. Viele Jahre später können sie wieder erwachen und Gürtelrose verursachen – ein und dasselbe Virus ist also für zwei ganz unterschiedliche Krankheiten verantwortlich. Neben dem Hauptrisikofaktor Alter können Stress, andere Erkrankungen wie zum Beispiel Diabetes, chronische Lungen- oder Nierenerkrankungen, multiple Sklerose oder entzündliche Darmerkrankungen sowie immunsuppressive Medikamente die Entstehung der Virusinfektion begünstigen. Mehr als 95 Prozent der über 60-Jährigen tragen den Erreger nach einer Windpockenerkrankung in sich.[iv] Bei einer akuten Infektion verbreiten sich die Viren vom Rückenmark über die Nervenbahnen aus.[v] Die Symptome einer beginnenden Gürtelrose sind in vielen Fällen eher unspezifisch und äußern sich zum Beispiel durch Fieber sowie allgemeines Unwohlsein. Später können dann der typische Hautausschlag mit Juckreiz sowie brennende Schmerzen an bestimmten Körperregionen auftreten. Wichtig ist bei einer Gürtelrose, dass die Therapie innerhalb des therapeutischen Zeitfensters von 72 Stunden nach Ausbruch der Krankheit einsetzt – so können mögliche Langzeitfolgen vermieden werden.

Schutzmöglichkeiten vor Gürtelrose zum Erhalt der Lebensqualität

Statistisch gesehen erkrankt 1 von 3 Menschen im Laufe seines Lebens an Gürtelrose.3 Bis zu 30 Prozent der Betroffenen erleiden Komplikationen,5 am häufigsten kommt es zu teils starken, langanhaltenden Nervenschmerzen, die auch noch Jahre nach der Gürtelrose weiterbestehen können. Eine solche Post-Zoster-Neuralgie kann einen normalen Alltag für lange Zeit unmöglich machen. Das zeigt auch eine aktuelle Erhebung: Der Studie „Herpes Zoster – Klinische Aspekte und Auswirkung auf die Lebensqualität“ aus dem Jahr 2022 zufolge besteht ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Herpes-Zoster-bedingten Schmerzen und Lebensqualität. Die Ergebnisse zeigen, dass Betroffene diese Art der Schmerzen durchaus als signifikante Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität in verschiedenen Bereichen empfinden, so zum Beispiel hinsichtlich Freude im Leben, sozialer Kontakte, Arbeit, Schlaf oder allgemeiner Aktivitäten.[vi] Für Menschen in der zweiten Lebenshälfte gewinnt das Thema Lebensqualität insgesamt an Bedeutung – Gesundheit ist in diesem Zusammenhang einer der wesentlichen Faktoren. Wer also vorsorgen möchte, kann auf die Möglichkeit einer Gürtelrose-Impfung zur Krankheitsprävention zurückgreifen. Die STIKO empfiehlt eine Vorsorge-Impfung bei Gürtelrose für alle Menschen ab 60 Jahren,[vii] Krankenkassen übernehmen hierfür die Kosten. Für Menschen mit Grunderkrankung wird die Impfung bereits ab 50 Jahren empfohlen. Hauptansprechpartner für eine Gürtelrose-Behandlung sowie für eine mögliche Vorsorge, ist der Hausarzt oder die Hausärztin. Diese beraten zu den Schutzmöglichkeiten bei Gürtelrose.

NP-DE-HZU-PRSR-230017; 05/2023

[i] Destatis.de: „Gesundheitliche Situation älterer Menschen.“ Verfügbar unter: bit.ly/40ZVDHO

[ii] Destatis.de: „Lebenserwartung und Sterblichkeit.“ Verfügbar unter: bit.ly/423TbS1

[iii] Hillebrand et. al., Journal of Infection 2015; Vol 70:178-186.

[iv] Wutzler et al. 2001; Vaccine 20: 121-124.

[v] Harpaz R et al. MMWR Recomm Rep 2008; 57: 1-40.

[vi] Curran et al. BMC Infectious Diseases (2018) 18:496

[vii] EpiBul 18/2020.

Mehr Informationen zur Viruserkrankung Gürtelrose finden Sie unter:

www.impfen.de/guertelrose.

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Quelle: ots

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