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Donnerstag, 23. Mai 2024

Headhunter verrät: So finden Arbeitgeber heraus, ob ein Kandidat beim Bewerbungsgespräch die Wahrheit sagt

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München (ots) –

Bei einem Bewerbungsgespräch möchten Kandidaten glänzen. Dafür wird manchmal auch mal eine kleine Notlüge ausgepackt. Doch Vorsicht ist geboten: Denn Arbeitgeber und Personalvermittler haben Erfahrung und ein Gespür dafür, wenn ein Kandidat nicht die Wahrheit sagt.

„Es gibt einige typische Anzeichen von Unehrlichkeit, die schnell auffallen – vor allem, wenn sie von Führungskräften kommen“, sagt Headhunter Dominik Roth. Er hat in seiner beruflichen Laufbahn zahlreiche Bewerbungsgespräche geführt und kennt die Tricks, mit denen ein Arbeitgeber Unehrlichkeit aufdeckt. Im folgenden Artikel teilt er seine Ratschläge, wie man beim Bewerbungsgespräch Wahrheit von Lüge unterscheiden kann.

Die Bedeutung von Authentizität und Ehrlichkeit in Bewerbungsgesprächen

Unehrlichkeit in Bewerbungsgesprächen kann ernsthafte Konsequenzen haben – so zum Beispiel das sofortige Ende des Bewerbungsprozesses. Doch selbst, wenn die Unehrlichkeit zunächst unentdeckt bleibt und der Kandidat die Stelle erhält, kann sie später ans Licht kommen. Die Gründe für Unehrlichkeit im Bewerbungsgespräch liegen oft im Druck, sich selbst im besten Licht darzustellen. Bewerber möchten den potenziellen Arbeitgeber davon überzeugen, dass sie die beste Wahl für die Stelle sind.

Das ist zwar menschlich, kann im schlimmsten Fall jedoch dazu führen, dass der Ruf des Bewerbers nachhaltig Schaden nimmt – besonders in eng vernetzten Branchen, in denen sich Berichte über solche Vorfälle schnell verbreiten. Als Kandidat sollte man sich klar machen, dass Arbeitgeber nicht nur nach Fähigkeiten suchen, sondern auch danach, ob der Bewerber gut zum Unternehmen passt. Authentizität und Ehrlichkeit können dabei den Unterschied machen, da sie zeigen, dass der Bewerber selbstbewusst genug ist, seine Stärken und Schwächen ehrlich zu präsentieren.

Effiziente Strategien zur Erkennung von Unehrlichkeit in Vorstellungsgesprächen

Um Anzeichen von Unehrlichkeit im Bewerbungsgespräch zu erkennen, sind Erfahrung, sorgfältige Beobachtung und Intuition gefragt. Personalvermittler und Arbeitgeber achten in diesem Zusammenhang vor allem darauf, wie ein Bewerber auf spezifische Fragen reagiert. Stimmen die Antworten nicht mit den Angaben aus dem Lebenslauf oder dem Bewerbungsschreiben überein, gilt es, hellhörig zu werden, da Unstimmigkeiten auf Unehrlichkeit hinweisen können.

Auch die Art und Weise, wie Bewerber über ihre Fähigkeiten sprechen, kann Aufschluss über ihre Aufrichtigkeit geben. So weisen übermäßiges Zögern, ausweichende Antworten oder übertriebenes Selbstlob zum Beispiel darauf hin, dass der Kandidat nicht ganz ehrlich ist. Nonverbale Hinweise können nervöses Verhalten, eine ungewöhnliche Körpersprache und fehlender Blickkontakt sein.

Techniken, um das Gesagt auf den Prüfstand zu stellen

Um Unehrlichkeit im Bewerbungsgespräch aufzudecken, setzen Personalvermittler und Arbeitgeber verschiedene Strategien ein. Das sogenannte „Verhaltensinterview“ ist eine häufig verwendete Methode, bei der Bewerber gebeten werden, spezifische Beispiele aus ihrer Vergangenheit zu geben, um ihre Qualifikationen zu belegen. Das kann dabei helfen, Unwahrheiten aufzudecken, da es schwierig ist, konsistente Erfahrungsberichte aus dem Stehgreif zu erfinden. Einige Verantwortliche wenden auch die Technik des sogenannten „Stressinterviews“ an, bei dem schwierige Fragen gestellt werden, um zu sehen, wie der Bewerber unter Druck reagiert. Das kann dazu beitragen, Lücken in den Aussagen des Bewerbers aufzudecken. Darüber hinaus kann ein Arbeitgeber auch den Hintergrund eines Bewerbers im Vorhinein überprüfen lassen. In der Regel wählen Personalvermittler und Arbeitgeber eine Kombination der genannten Strategien, um Lügen früh zu erkennen.

Über Dominik Roth:

Dominik Roth ist Headhunter und Partner bei Mercuri Urval, einer global führenden Personalberatung, die auf die Vermittlung und Potenzialbeurteilung von Führungskräften spezialisiert ist. Er unterstützt Technologieführer aus dem industriellen Mittelstand sowie Hidden Champions vollumfänglich in den Bereichen Headhunting und Management-Diagnostik. Dominik Roth bringt hierfür umfassende Erfahrung aus mehr als 350 Executive Searches und hunderten von Executive Assessments mit. Außerdem ist er der Host des populären Karriere-Podcasts „CEO Career Code“. Interessierte finden ihn kostenfrei verfügbar auf Spotify, Apple und Google Podcast.

Pressekontakt:
Dominik Roth
Mercuri Urval GmbH
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Ruben Schäfer
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Original-Content von: Dominik Roth, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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