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Dienstag, 16. Juli 2024

Weltspiegel – Auslandskorrespondenten berichten / Am Sonntag, 2. Juli 2023, um 18:30 Uhr vom BR im Ersten

Top Neuigkeiten

München (ots) –

Moderation: Natalie Amiri

Geplante Themen:

Russland: Spurensuche – was bleibt vom Aufstand der Wagner-Kämpfer in Russland?

Wir sind unterwegs im Süden des Landes, in der Region Woronesch, etwa 500 km entfernt von Moskau. Hier sind die Wagner-Kämpfer auf ihrem geplanten „Marsch“ nach Moskau durchgezogen. Was haben die Einwohner am vergangenen Wochenende erlebt? Sabine Krebs spricht unter anderem in den Orten Komintern und Anna mit Einwohnern, die uns ihre Eindrücke schildern. Sie berichten von Kampfhandlungen, einem abgeschossenen Hubschrauber und blockierten Straßen. Andere wiederum berichten von Panikeinkäufen und großer Verunsicherung. Wie geht es nun weiter in Russland? (Autorin: Sabine Krebs, ARD Moskau)

Afrika: Gold, Geld, Gewalt – Russlands Wagner-Söldner

Russlands Wagner-Truppe ist längst nicht nur in der Ukraine aktiv. Seit vielen Jahren kämpfen die Söldner etwa in Syrien und – vor allem – in Afrika. Einige der dortigen Regierungen nutzen die kompromisslosen Vorgehensweise der Kämpfer für ihre eigenen Interessen. Dahinter verbergen sich allerdings oft schwerste Menschenrechtsverletzungen. Gleichzeitig hat „Wagner“ Strukturen aufgebaut, die auch kulturell und wirtschaftlich in das Leben der Länder eingreifen. Wird die Söldnertruppe nach ihrem Aufstand in Russland im Ausland weitermachen können wie bisher? Wir haben uns in Mali und der Zentralafrikanischen Republik umgeschaut. (Autor: Norbert Hahn, ARD Nairobi)

Bali: Russen-Ärger im Urlaubsparadies

Auf der indonesischen Insel Bali ärgern sich die Einheimischen gerade häufiger als sonst über Touristen. Besonders negativ fallen die vielen Neuankömmlinge aus Russland auf. Tausende Russen haben sich seit der Teilmobilmachung dauerhaft auf der Insel niedergelassen, um einer drohenden Wehrpflicht zu entgehen. Die Bevölkerung hat genug von den Touristen, die nackt an ihren heiligen Orten posieren, im Straßenverkehr pöbeln oder illegal arbeiten. Die Behörden reagieren mit Benimm-Regeln bei der Einreise und wollen Touristen bei Verstößen noch konsequenter abschieben. (Autorin: Jennifer Johnson, ARD Singapur)

Venedig: Kampf gegen den „Over-Tourismus“

Venedig galt einst als geheimnisvoll und verträumt, doch nun drängen sich im Jahr bis zu 7 Millionen Gäste aus aller Welt in den engen Gassen. Fast jedes Geschäft und fast jeder Betrieb leben vom Tourismus. Gleichzeitig erleben Einheimische immer höher steigende Mieten – denn Wohnraum ist knapp, weil viele Wohnungen nur für Touristen bereitgehalten werden. Immer mehr Alteingesessene verlassen ihre Stadt und ziehen aufs Festland. Nun sucht die Stadt Venedig nach Lösungen. Der Massentourismus in der Stadt soll „gelenkt“ werden und das Leben wie die Strukturen der Stadt nicht weiter zerstören. (Autor: Rüdiger Kronthaler, ARD Rom)

London: Die verschlossene Welt der ultraorthodoxen Juden
Man kann viele Jahre in London leben, ohne jemals den Weg nach Stamford Hill zu finden. Hier lebt die größte jüdische ultra-orthodoxe Gemeinde Europas mit mehr als 20.000 Menschen. Eine vollkommen in sich abgeschlossene Welt im Nordosten Londons, die nach den strengen Regeln ihrer Vorfahren lebt. Die Gemeinde wächst und wächst, aber es gibt auch immer mehr Aussteiger. Annette Dittert hat sich mit Emily und Izzy getroffen, die beide ihre Freunde und Familien hinter sich lassen mussten, um ein neues Leben zu beginnen. Sie geben seltene Einblicke in die Welt der Londoner Ultra-Orthodoxen. (Autorin: Annette Dittert, ARD London)

Albanien: Uralte Autos statt Umweltschutz
Albanien ist Autoland. Modelle deutscher Hersteller stehen besonders hoch im Kurs – und sind oft sehr lang im Einsatz. 200.000 Kilometer Fahrleistung sind keine Seltenheit. Ihre Fahrer definieren Umweltschutz dabei auf ihre Art. Langlebigkeit gilt als nachhaltig – nicht etwa niedrige Abgaswerte. Bauer Bari Arizi zum Beispiel nutzt seinen uralten Mercedes mit 350.000 Kilometern Fahrleistung bis heute für die Feldarbeit. Autodichte und Luftverschmutzung sind in Albanien ein Problem. Die offiziell geltenden Normen und TÜV-Vorgaben werden in der Praxis wenig beachtet. Nach amtlichen Schätzungen fahren 10 bis 15 Prozent der Autos ohne TÜV und ohne Versicherung. (Autor: Nikolaus Neumaier, ARD Wien)

Redaktion: Bernhard Niebrügge

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Pressekontakt:
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Quelle: ots

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