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Donnerstag, 25. April 2024

Bundespolizeidirektion München: Zahlreiche Einsätze der Bundespolizei im bahnpolizeilichen Aufgabenbereich: Körperverletzungen / Festnahme / Mann mit Messer / Gleisabsuche

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München (ots) –

Am Donnerstag (13. April) kam es zu mehreren Einsätzen der Bundespolizei. Darunter Körperverletzungsdelikte, Festnahme einer gesuchten Person, Bedrohung mit Messer und Streckenabsuche wegen Großtier im Gleisbereich.

* Gegen 3 Uhr kam es im Hauptbahnhof zu einer gefährlichen Körperverletzung. Ein 33-jähriger Rumäne hatte einen 27-jährigen Deutschen am Ausgang Bayerstraße geschlagen. Hintergrund sei die Frage nach einer Zigarette gewesen. Als der 27-Jährige aus Altötting dies verneinte wurde ihm ins Gesicht geschlagen. Beim zu Boden gehen verlor er seinen Geldbeutel, dann trat der in Deutschland wohnsitzlose Rumäne mehrfach auf den 27-Jährigen ein, entnahm der Geldbörse 50 EUR und flüchtete.
Wenig später nahm eine Streife der Bundespolizei den 33-Jährigen im Bereich des Bahnsteiges am Gleis 11 fest. Der 27-Jährige, mit 0,8 Promille alkoholisiert, erlitt mehrere Prellungen und Schürfwunden im Gesicht, zudem klagte er über Schmerzen an der Wirbelsäule und im Beinbereich. Er wurde zur Versorgung in eine Münchner Klinik verbracht.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I ging der mit 3,08 Promille alkoholisierte und bislang polizeilich nicht auffällig gewordene Rumäne nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß.

* Gegen 9 Uhr kam es am S-Bahnhaltepunkt Heimstetten zu einer körperlichen Attacke gegen einen S-Bahnprüfdienstmitarbeiter.
Ein 25-jähriger Afghane legte bei einer Fahrscheinkontrolle in der stadtauswärtsfahrenden S2 ein zeitlich bereits abgelaufenes M-Ticket vor. Nach Unstimmigkeiten und Diskussionen packte der Afghane den 57-Jährigen Kontrolleur am Finger und verdrehte diesen. Äußerliche Verletzungen wurden nicht erkannt. Der DB-Mitarbeiter begab sich in ärztliche Behandlung.
Gegen den 25-Jährigen, der in Landsberg am Lech wohnt, 2014 erstmals ins Bundesgebiet eingereist war, über eine gültige Aufenthaltserlaubnis verfügt und polizeilich bislang nicht in Erscheinung getreten war, wird wegen Körperverletzung und Erschleichen von Leistungen ermittelt. Er konnte die Wache nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen verlassen.

* Kurz nach 16 Uhr beleidigte, bedrohte und verletzte ein 28-jähriger Deutscher an der Hackerbrücke Mitarbeiter des DB-Prüfdienstes.
Nach ersten Erkenntnissen mischte sich der Mann aus Leinfelden-Echterdingen am Bahnsteig in ein nicht ihn betreffendes Gespräch einer unbekannten, zuvor einer Fahrscheinkontrolle unterzogenen Person mit drei Mitarbeitern des S-Bahnprüfdienstes ein.
Der 28-Jährige beleidigte und bedrohte die DB-Bediensteten und trat anschließend mit dem Fuß gegen das Bein eines Kontrolleurs. Dann flüchtete der mit einer stadteinwärts fahrenden S2, konnte jedoch von einer Streife der Bundespolizei am Haltepunkt Isartor erkannt und festgenommen werden.
Am Bein des Kontrolleurs konnten keine augenscheinlichen Verletzungen wahrgenommen werden. Strafrechtliche Ermittlungen gegen den Mann aus Baden-Württemberg wurden von der Bundespolizei eingeleitet.

* Gegen 17:50 Uhr wurde am Bahnhof Weßling ein Mann mit Messer gemeldet. Mehrere Streifen von Landes- und Bundespolizei begaben sich zum Bahnhof im Landkreis Starnberg. Ein 47-jähriger Deutscher hatte nach ersten Ermittlungen einen 25-jährigen Ägypter mit einem etwa 9 cm langen Messer bedroht, ihm zudem mit dem Tod gedroht und ihn beleidigt.
Der Attackierte, der in Weßling wohnt, konnte sich aus der Situation herausbegeben und in eine abfahrende S-Bahn in Sicherheit bringen. Von dort aus informierte er per Notruf die Polizei.
Beamte der Polizeiinspektion Herrsching am Ammersee trafen den wohnsitzlosen 47-Jährigen an, unterzogen ihn einer Kontrolle und übergaben ihn hinzukommenden Bundespolizisten. Bei der Durchsuchung wurde im Rucksack des 47-Jährigen das Messer aufgefunden. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München II wurde der mit 1,38 Promille Alkoholisierte nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß entlassen.
Ermittlungen zur Person des 47-Jährigen ergaben, dass dieser in der Vergangenheit aufgrund von Sachbeschädigungs-, Beleidigungs-, Hausfriedensbruch- und Erschleichen von Leistungsdelikten mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten war. Zudem gibt es u.a. auch Hinweise auf psychische Verhaltensstörungen.

* Gegen 7 Uhr war im Hauptbahnhof ein 71-jähriger Deutscher von Bundespolizisten kontrolliert worden. Ein Datenabgleich ergab, dass gegen ihn neun Aufenthaltsermittlungen mit einem Untersuchungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Hannover wegen mehrfachen Betruges existierten.
Der Wohnsitzlose klagte auf der Wache über Brustschmerzen und gab an, in der Vergangenheit des Öfteren schon einen Herzinfarkt gehabt zu haben. Außerdem verfügte er über eine frische Schnittwunde über dem Auge. Der 71-Jährige wurde zur medizinischen Behandlung unter polizeilicher Überwachung in eine Münchner Klinik verlegt, bevor er der Justiz überstellt wurde. Der 71-Jährige war bereits wiederholt mit Betrugs-, Unterschlagungs-, Missbrauch von Titeln-, sexuellen Nötigungs- und Betäubungsmitteldelikten polizeilich in Erscheinung getreten.

* Kurz nach 16 Uhr wurde auf der freien Strecke zwischen den S-Bahnhaltepunkten Gröbenzell und Lochhausen vom Triebfahrzeugführer des IC2910 (München-Frankfurt), der nicht schnellbremsen musste, ein im Gleisbereich befindliches Großtier (Pferd oder Esel) gemeldet.
Bei einer abschließenden fußläufigen Absuche von Landes- und Bundespolizei sowie aus der Luft mit einem Helikopter der Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim konnte das Tier nicht ausfindig gemacht werden.
Aufgrund der rund 20-minütigen Gleissperrungen kam es zu geringfügigen Auswirkungen auf den Zug- und S-Bahnverkehr.
In der Vergangenheit war es bereits des Öfteren in der näheren Umgebung zu Pferden bzw. Eseln im Gleisbereich gekommen.

** Das anhängende Symbolbild kann zu redaktionellen Zwecken mit dem Zusatz „Bundespolizei“ im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden.

Rückfragen bitte an:

Wolfgang Hauner
Bundespolizeiinspektion München
Denisstraße 1 – 80335 München
Telefon: 089 515 550 1102
E-Mail: bpoli.muenchen.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion München ist zuständig für die
polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der
Anlagen der Deutschen Bahn und im größten deutschen S-Bahnnetz mit
über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Zum
räumlichen Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München
gehören drei der vier größten bayerischen Bahnhöfe. Er umfasst neben
der Landeshauptstadt und dem Landkreis München die benachbarten
Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding,
Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg.

Sie finden unsere Wache im Münchner Hauptbahnhof unmittelbar neben
Gleis 26. Das Revier befindet sich im Ostbahnhof in München und der
Dienstsitz für die nichtoperativen Bereiche mit dem Ermittlungsdienst
befindet sich in der Denisstraße 1, rund 700m fußläufig vom
Hauptbahnhof entfernt. Zudem gibt es Diensträume in Pasing und
Freising.

Telefonisch sind wir rund um die Uhr unter 089 / 515550 – 1111 zu
erreichen. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.bundespolizei.de oder oben genannter Kontaktadresse.

Original-Content von: Bundespolizeidirektion München, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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