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Samstag, 18. Mai 2024

„ttt – titel thesen temperamente“ (NDR) / am Sonntag, 16. Juli 2023, um 23.35 Uhr

Top Neuigkeiten

München (ots) –

Die geplanten Themen:

Wenn Deutschland austrocknet – Das Sachbuch „Zwischen Dürre und Flut“

2022 erlebt Europa den heißesten jemals gemessenen Sommer. Und es ist das vierte Dürrejahr – nach 2018, 2019 und 2020 – in Deutschland, in kürzester Zeit. Ausgedörrte Landschaften, aber vor allem auch ein sinkender Grundwasserspiegel sind die Folgen. So wurde für den Dürresommer 2019 ein Wassermassendefizit von 43,7 Milliarden Tonnen in Deutschland gemeldet. Die Niederschläge reichen nicht aus, um die Speicher wieder zu füllen. Dazu kommt: Das durch Düngemittel eingesickerte Nitrat setzt dem Boden zu und verseucht Grundwasserschichten. Der Autor Uwe Ritzer zeigt in seinem Buch „Zwischen Dürre und Flut. Deutschland vor dem Wassernotstand: Was jetzt passieren muss“ eindrücklich, dass wir Wasser nicht mehr als selbstverständlich betrachten sollten. „ttt“ hat ihn getroffen, wie auch Roland Seel, Bürgermeister von Grävenwiesbach, in dessen Ort 2022 Wassernotstand herrschte.

Wenn das Zuhause Tatort ist – Zunahme häuslicher Gewalt

Alle 45 Minuten wird eine Frau von ihrem Partner oder Expartner verletzt. Zuhause – da, wo sie sich sicher fühlen sollte. Doch genau da ist der Tatort. Im Vergleich zum Vorjahr ist häusliche Gewalt um 8,5 Prozent gestiegen, wie der aktuelle Bericht des BKA zeigt. Wieder einmal. Dabei gehört häusliche Gewalt schon lange zum Alltag in Deutschland. Und das, obwohl Fach- und Hilfsorganisationen seit Jahren zahlreiche Maßnahmen zur Prävention von und Unterstützung bei Häuslicher Gewalt fordern. Doch die Politik tut zu wenig. Und noch immer sind Betroffene sozial stigmatisiert. Um das zu ändern, das Thema in die Mitte der Gesellschaft zu tragen, wo häusliche Gewalt längst stattfindet, hat sich jetzt die Initiative #DieNächste gegründet. Zum Auftakt zeigten 45 betroffene Frauen, aus allen Bereichen der Gesellschaft, ihr Gesicht. „ttt“ spricht mit einer der Initiatorinnen. Sich selbst als Opfer zu zeigen, braucht Mut. Das weiß auch die Fotokünstlerin Irina Unruh: Sie verarbeitet das Thema künstlerisch und erzählt in „ttt“ über ihre Erfahrungen mit betroffenen Frauen.

Das Rennen um Künstliche Intelligenz – Verliert Europa den Anschluss?

Es ist ein Wettkampf um Geld, Macht und Vorherrschaft. Amerikanische Tech-Konzerne investieren immer mehr in die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz, gerade erst hat Elon Musk den Start seines KI-Unternehmens xAI verkündet. Und auch China rüstet auf, in Sachen KI. Die neue Technologie wird die Welt womöglich revolutionieren – und unsere Werte, unsere Sprache, unsere Politik maßgeblich beeinflussen. Und die EU? Können europäische Firmen bei dem Rennen überhaupt mithalten oder werden wir von anderen abhängig? Kann die EU die Nutzung von KI sinnvoll regulieren oder schadet das der Wettbewerbsfähigkeit Europas? Forscher sehen eine Gefahr im geplanten „AI Act“ der Europäischen Union. „ttt“ spricht u. a. mit Vertretern des Netzwerkes „Laion“, die sich für Open-Source-KI einsetzen, und der Initiative „appliedAI“.

Neues Album – „Blur“ sind nach acht Jahren zurück

Die Mit-Erfinder des Britpop sind zurück, so kraftvoll wie vor 30 Jahren. Am 21. Juli erscheint das neue „Blur“-Album mit dem Titel „The Ballad of Darren“. Zehn Songs zwischen Stadionhymnen, Selbstreflexion und Sarkasmus. Der Auftritt der Band im Londoner Wembley Stadion am 8. Juli war innerhalb von zwei Minuten ausverkauft. Im „ttt“-Interview sprechen Damon Albarn und Graham Coxon über ein kaputtes Post-Brexit-England, das Älterwerden und den Kater nach der Party.

Afrika meets Europa – Der Maler Michael Armitage

Er gilt als einer der wichtigsten Maler der Gegenwart: Michael Armitage. Das Kunsthaus Bregenz widmet dem britisch-kenianischen Künstler jetzt eine große Ausstellung. Der in Kenia aufgewachsene Maler verbindet in seiner Kunst Afrika und Europa. Seine Motive sind afrikanische Szenen, politische Kundgebungen, Rituale, Pflanzen und Tiere. Dabei fließen Gestaltungsmotive europäischer Malerei ein und erinnern zum Beispiel an Goya oder Gauguin. Statt traditioneller Leinwand bevorzugt Armitage Baumrinde als Malgrund. Die Rinde des ugandischen Feigenbaums wird in einem aufwändigen Prozess in einen weichen Stoff, den „Lubugo“ verwandelt und zu großen Formaten zusammengenäht. Die Nähte bleiben sichtbar und machen seine Gemälde zu Bildern mit Narben. „ttt“ trifft Armitage in seiner Ausstellung.

Moderation: Siham El-Maimouni

„ttt – titel thesen temperamente“ ist am Sendetag ab 20:00 Uhr in der ARD Mediathek verfügbar

Redaktion: Edith Beßling, Christine Gerberding, Niels Grevsen, Annette Plomin, Melanie Thun (NDR)

Pressekontakt:
ARD-Programmdirektion/Presse und Information
E-Mail: presse.daserste@ard.de
Original-Content von: ARD Das Erste, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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